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Bootspflege: von Farbe bis Politur

Die richtige Bootspflege

Vor allem bei Holzbooten gilt: regelmäßige Pflege hält das Boot am Leben! Wasser, Regen, Wind und Sonne greifen den Lack an und sobald die schützende Schicht abgenutzt ist, auch das drunterliegende Holz. Daher sollte man vor Saisonbeginn unbedingt alle nötigen Arbeiten erledigen, um das Boot in Stand zu setzen und vor Umwelteinflüssen zu schützen. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Artikel. PS: Die richtige Pflege ist natürlich nicht nur für Holzboote essenziell!

Vorbereitung und Schleiftechnik für die Farbe

Bevor es mit den eigentlichen Lackierarbeiten los geht, sollten das Boot und alle weiteren Teile, die neu lackiert werden sollen, gründlich gereinigt werden. Mehr zur richtigen Reinigung erfahren Sie in unserem Artikel zur richtigen Bootsreinigung. Anschließend gut trocknen lassen, damit keine Feuchtigkeit eingeschlossen werden kann. Das bietet nämlich einen optimalen Nährraum für Fäule und Schimmel. Und das wollen Sie sicher nicht.

Auch die Beschaffenheit des alten Lacks ist wichtig, um die folgenden Arbeiten korrekt auszuführen. Ist der Lack noch klar, dann muss nur die letzte Schicht abgeschliffen werden. Hat sich der Lack allerdings bereits gelblich verfärbt oder ist das darunterliegende Holz gar schon schwarz verfärbt, muss mann bis auf das Holz schleifen. Denn beides ist ein Zeichen dafür, dass sich Feuchtigkeit gebildet hat.

Schleifen Sie immer ur längs der Maserung ab. Niemals entgegen der Maserung und schon gar nicht einfach quer rüber. So schützen Sie das Holz und beugen ungleichmäßigen Flächen durch falschen Schleifen vor. Sollten Sie noch etwas ungeübter sein, üben Sie am besten an einem alten Stück Holz mit Maserung, das Sie zum Beispiel im Baumarkt bekommen. So bekommen Sie gleich ein Gefühl für die Handhabung einer Schleifmaschine.

Der richtige Lack

Der Lack selbst sollte passend zum Holztyp gewählt werden und auch verdünnt noch gut vor Feuchtigkeit schützen. Es empfiehlt sich, einen klaren Lack zu verwenden, da man diesen bei Bedarf auch noch mit Farbpigmenten (z.B. für Mahagoni oder Teak) vermengen kann, um eine Farbauffrischung zu bekommen. Je nach Beschaffenheit und Grad der Abschleifung, wird die untere Schicht des Lacks stark verdünnt aufgetragen. Stark verdünnt bedeutet dabei, dass etwa eine Mischung 50:50 angestrebt wird.

Danach — je nach Anzahl der Schichten — immer weniger verdünnt auftragen, bis die letzten 2-3 Schichten schließlich komplett unverdünnt aufgetragen werden. Die ersten Schichten können dabei nass in nass lackiert werden. Danach sollten die Schichten allerdings immer gut durchtrocknen und aushärten. Damit die Schichten besser haften, kann man die vollständig getrockneten Schichten vor der nächsten Lackschicht leicht mit einer Körnung von 240 anschleifen.

Bootsrumpf neu lackieren: So geht's

Ein neuer Farbanstrich für den Rumpf

Für optimale Deckkraft sollte der Lack kreuzweise mit einem breiten Pinsel aufgetragen und sorgfältig verstrichen werden. So kann man Lecknasen und Flecken vorbeugen. Bei größeren Flächen kann man auch zu speziellen Lack-Rollen greifen.

Übrigens: Wenn das Boot eine komplett neue Farbe bekommen soll, gelten zwar die gleichen Vorbereitungen. Allerdings muss dann besonders gründlich gearbeitet werden und spezielle Grundierungen und Versiegelungen kommen zum Einsatz um sowohl Boot und als auch die Farbfrische lang zu schützen.

Pflege von Teak-Decks

Nicht nur der Außenbereich und der Mast verdienen regelmäßige Pflege und einen schützenden Anstrich. Auch das Deck will regelmäßig in Schuss gehalten werden. Durch Einfluss von Sonne und Regen verfärbt sich das einst so schön kräftige Rotbraun des Teakholzes gern mal in ein wenig ansehnliches grau. Auch die Beschaffenheit verändert sich von glatt zu spröde und splitterig. Doch das muss nicht sein. Mit speziellen Teak-Ölen, die regelmäßig aufgetragen werden müssen, kann man der Verfärbung entgegenwirken und auch die Geschmeidigkeit bleibt erhalten.

Auf keinen Fall sollte Teak allerdings mit harten Bürsten und Schwämmen oder gar einem Hochdruckreiniger bearbeitet werden. So wird das Holz nämlich schneller abgetragen und sogar beschädigt, was Aufquellen und damit eine unebene Oberfläche begünstigt. Zusätzlichen Schutz bietet neben dem Öl auch eine Abdeckung, sodass das Holz des Decks gar nicht erst den Sonnenstrahlen und Regentropfen ausgesetzt wird.

Richtig gepflegtes Holz an Deck

Schön gepflegtes Holz an Deck.

Was tun, wenn das Deck schmutzig und fleckig aussieht?

Dieses Problem tritt häufig bei wenig bewegten Booten auf. Meistens hilft es dann schon, das Deck mit ordentlich Salzwasser zu spülen. Ja, richtig gelesen: SALZwasser. Süßwasser mag das Holz nämlich gar nicht. Hilft dies nicht mehr, sollten Sie zum Teakreiniger greifen. Dieser wird trocken aufgetragen und dann nach ein paar Tagen abgewaschen. Anschließend noch mit Teak-Öl oder Pflege bearbeiten und das Deck sieht aus wie neu!

Sie brauchen noch das passende Zubehör? Hier finden Sie alles, was Sie brauchen — von Farben bis Politur.

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